Gesundheitsprojekte


Mutter-Kind-Zentrum

Zusammen mit unseren Partnerorganisationen den Rotary Clubs Oberberg und Gummersbach und AugenBlicke e.V. aus Reichshof hat sich der Verein BSEZ einem weiteren Projekt gewidmet: Ein Mutter-Kind-Gesundheitszentrum. Damit wollte man einen lang gehegten Wunsch der Dorfbevölkerung erfüllen.

Das Projekt erreicht im Umkreis etwa 50.000 Menschen im ländlichen Norden von Bangladesch (Ekorkuri in der Gemeinde Bolia im Bezirk Naogaon). In erster Linie zielt es darauf ab, armen Familien, besonders Frauen und Kindern, bei alltäglichen Problemen zu helfen.

Dazu zählen insbesondere: In direkter Nachbarschaft zur Schule ist auf einem Grundstück von ca. 2/3 Hektar mittlerweile ein Gebäude (ca. 220 m2) mit einem ärztlichen Untersuchungsraum, einem Seminar- und Schulungsraum, einem Übungs- und Therapieraum und ein Wirtschaftsraum im Erdgeschoss entstanden. Zur Erweiterung des Komplexes ist auf der ersten Etage eine Gynakologische Entbindungseinheit im Aufbau. Auf dem Außengelände des Grundstücks befinden sich ein großer Obst- und Heilpflanzengarten sowie ein Fischteich.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten während der Bauzeit hat sich die Arbeit nun gut eingespielt. Die Einrichtung wird von der Bevölkerung gut angenommen. Es herrscht Vertrauen in das medizinische und administrative Personal.
Im Krankenhaus werden ca. 500 Patienten monatlich vorwiegend von zwei praktischen Ärzten, einem Heilpraktiker, einer Krankenschwester und einer Hebamme betreut. Somit ist eine täglich achtstündige ärztliche Versorgung gesichert. In dieser Zeit werden auch die üblichen Untersuchungen im pathologischen und physio-therapeutischen Labor von geschulten Assistenten durchgeführt. Besonders während der Sprechzeiten der Fachärzte ist die Patientenfrequenz sehr hoch. Eine Gynäkologin behandelt dreimal wöchentlich zahlreiche Patientinnen. Ebenfalls zweimal monatlich kommen während der Anwesenheit des Physiotherapeuten etwa 40 bis 50 Patienten zur Behandlung.

In diesem Jahr fand im Krankenhaus zweimal ein sechstägiges Training für Hebammen der umliegenden Ortschaften statt. Es nahmen jeweils 33 Hebammen teil. Dieses Projekt wurde vom Bezirksgesundheitsamt begleitet. Als Folge dieser erfolgreichen Maßnahme fand im November 2011 ein dreitägiger Grundkurs für 100 Gesundheits-Feldsarbeiter statt. Durch all diese Maßnahmen entstand eine gute Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden, die auf eine dauerhafte positive Beziehung hoffen lässt.
Im April 2012 hat unser Hauptpartner, der Rotary Club Gummersbach-Oberberg, dem Mutter-Kind-Gesundheitszentrum in Form einer vierköpfigen Delegation zusammen mit den Eheleuten Zakaria einen Besuch abgestattet. Sie haben das Projekt in allen Einzelheiten überprüft, Gespräche mit den Partnern vor Ort und mit Behörden geführt und waren am Ende ihrer Reise sehr begeistert von der Umsetzung des Projekts.

Um den in der Bevölkerung bestehenden Bedarf nach gynäkologischer Versorgung zu gewährleisten, ist eine Erweiterung des Gebäudes um ein Stockwerk unbedingt nötig. Unser Partner in Bangladesch hat mit bescheidenen Mitteln schon einen Anfang gemacht. Ein Teil der ersten Etage wurde im Rohbau errichtet. Dort sollen zwei Geburtsräume und vier Patientenzimmer entstehen. Zur deren Ausstattung werden neben der üblichen gynäkologischen Ausrüstung ein Ultraschallgerät und ein EKG angestrebt. Vor Ort wird zurzeit diskutiert, ob komplizierte Geburten auch weiterhin zur nächsten Stadt "ausgelagert" werden müssen oder ob unser Gesundheitszentrum auch für schwierigere Geburten wie zum Beispiel Kaiserschnitte gerüstet sein sollte. Leider sind die finanziellen Möglichkeiten unseres Partners vor Ort dahingehend erschöpft.
Aus diesem Grund suchen wir Menschen und Organisationen, die uns bei der Fortführung des Projektes finanziell oder mit Ideen unterstützen. Spenden können auch zweckgebunden eingesetzt werden z.B. für Möbel, Einrichtung oder medizinische Geräte und laufende Kosten für den Unterhalt sowie die Mitarbeitergehälter.

BSEZ e.V.
Stichwort: Mutter-Kind-Zentrum
Volksbank Oberberg eG
IBAN DE90 3846 2135 0001 8330 14

Bitte Schicken Sie Ihre Fragen und Anregungen an die folgende Adresse: bangladesch.sez@t-online.de


Mobiler Gesundheitsdienst

In den umliegenden Dörfern gibt es eine große Zahl von (werdenden) Müttern, Kindern und Kranken, die nicht aus eigener Kraft den Weg ins Krankenhaus bewältigen können. Es ist erforderlich, dass die Mitarbeiter der Klinik regelmäßig die Dörfer besuchen, um diese Patienten gesundheitlich zu beraten und erste Hilfe zu leisten. Hierfür haben wir mit der finanziellen Hilfe unseres Partners, der Else Kröner-Fresenius-Stiftung, bereits im Juli 2011 den "Mobilen Gesundheitsdienst" aufgenommen. Die zwölf Gemeinden (Unions) des Naogaon-Thanas werden je einmal monatlich von unserem Mobildienst-Team betreut. Die Bewohner der Dörfer wünschen sich einen zusätzlichen zweiten monatlichen Besuch vom Mobildienst. Jedoch sind die Kapazität sowie die Medizin schon nach einem monatlichen Besuch erschöpft. Dieser Dienst ist von der Bevölkerung einschließlich der Behörden und Ortsvorstände so gut angenommen worden, so dass sich auch hier ein Ausbau des Angebots lohnt.
Zur weiteren Unterstützung sind wir auf Ihre Spenden angewiesen. Wenn Sie uns helfen möchten, finden Sie hier unsere Bankverbindung. Auf Wunsch stellen wir Ihnen gerne eine Spendenquittung aus:

BSEZ e.V.
Stichwort: Mobiler Gesundheitsdienst
Volksbank Wiehl eG
IBAN DE90 3846 2135 0001 8330 14

Bitte Schicken Sie Ihre Fragen und Anregungen an die folgende Adresse: bangladesch.sez@t-online.de